Mal eine andere Spammasche: Eine fiktive Reporterin schreibt an ihre Redaktion, dass sie ein interessantes Gerät entdeckt hätte.
Ich habe im Internet recherchiert, eine Nicole Degener ist nicht auffindbar. Zumindest nicht beim Focus:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte schaut Euch doch einmal diese Webseite an:
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Die Firma produziert diese Geräte selbst. Eine sehr interessante Idee. Wir sollten auf jeden Fall einen Artikel darüber schreiben, zumal diese Geräte inzwischen vermehrt in Deutschland eingesetzt werden.
Bin rechtzeitig zur Redaktionsbesprechung zurück im Büro, wenn der Flieger nicht wieder Verspätung hat.
Freundlichst
Nicole Degener
Ein oder zwei Tage später erhält man dann folgende eMail:
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine letzte Mail war nicht für Sie bestimmt.
Hatte mich in der Mailadresse völlig vertan.
Ich bitte meine Belästigung vielmals zu entschuldigen.
Freundlichst
Nicole Degener
Letztendlich handelt es sich nur um einen Versuch, mal wieder auf irgendein Produkt durch nervige und lästige eMails aufmerksam zu machen. Also am besten löschen!
28.09.2009
Pressemitteilung vom ULD: Verbraucherzentrale SH und ULD informieren zum illegalen Datenhandel
Vor einem Jahr wurde die Öffentlichkeit in Deutschland vom Ausmaß und der kriminellen Energie des praktizierten illegalen Datenhandels aufgeschreckt. Millionen von Personendatensätzen mit Telefonnummern, Geburtsdaten und Kontonummern wurden auf dem Schwarzmarkt ausgetauscht und zur Belästigung von Verbraucherinnen und Verbrauchern, zum Fingieren von Verträgen und zum Plündern von Bankkonten missbraucht. Die Aufdeckung dieser skandalösen Verhältnisse ging von Schleswig-Holstein aus, als ein Callcenter-Mitarbeiter eine Daten-CD-ROM der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) übergab. In der Folge kam es zu mehreren Ermittlungsverfahren und letztlich auch zu einer Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes.
Die Gesetzesänderungen und die Ermittlungen haben nicht zur Beendigung der kriminellen Machenschaften geführt. Die Verbraucherzentrale und das ULD müssen vielmehr feststellen, dass der illegale Datenhandel und der Datenmissbrauch eher noch zugenommen hat. Dies ist Grund für die Herausgabe einer gemeinsamen 17seitigen Broschüre, in der allgemein verständlich erläutert wird, wie sich Menschen vor Datenklau schützen und wie sie sich dagegen wehren können: Wie beschaffen sich Kriminelle Daten? Wie werden die Daten zur Abzocke genutzt? Wie bekomme ich mein abgebuchtes Geld zurück? Welches sind meine Rechte? Wer kann mir helfen?
Thorsten Meinicke von der Verbraucherzentrale: "Besser als jeder behördliche Ermittlung und Schadensbegrenzung ist die Prävention. Wir geben Tipps zum Selbstschutz." Thilo Weichert, Leiter des ULD:
"Datenschützer und Verbraucherschützer wollen den Sumpf des illegalen Datenhandels trocken legen. Dafür benötigen wir die Unterstützung der Betroffenen, indem sie uns ihre Erfahrungen mitteilen."
Die Broschüre "Illegaler Datenhandel -- Das Geschäft mit Ihren Bankdaten"
ist bei der Verbraucherzentrale SH und beim ULD unentgeltlich erhältlich. Sie kann auch im Internet heruntergeladen werden unter
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein Holstenstr. 98, 24103 Kiel
Tel: 0431 988-1200, Fax: -1223
E-Mail: mail@datenschutzzentrum.de
oder an die:
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein
Beratungsstelle Kiel
Andreas-Gayk-Straße 15, 24103 kiel
Tel.: 0431 59099-40
24.09.2009
Neue Internetpräsentation der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen e.G.
Zusammen mit den Design- und Layoutprofis der Werbstatt wurden die neuen Internetseiten der Weingärtnergenossenschaft realisiert. Eine Seite, die nicht nur tolles für´s Auge bietet!
Eigentlich wollte ich weniger über Parteien und Politiker berichten. In erster Linie soll es hier schließlich um die Verbesserung der Arbeit mit Computern und Internet gehen. Da vor allem jetzt in der Wahlkampfzeit der ein oder andere Politiker doch etwas weit übers Ziel hinausgeschossen ist und ich es einfach unerträglich finde, wie manche Computer- und Internetthemen missbraucht wurden (und immer noch werden), musste ich ab und zu doch etwas schreiben. Und so wie es aussieht, wird wohl doch nicht so schnell Schluß damit sein.
Ein heute erschienener Zeitungsbericht hat mich allerdings echt sprachlos gemacht. Im positiven Sinne. "Steffen Uebele wird ein Pirat" war im Metzinger-Uracher Volksblatt zu lesen. Steffen Uebele ist Stadtrat in Metzingen und vertritt dort die SPD. Dort ist er auch immer noch Mitglied, hat sich jetzt aber dazu entschlossen, in die Piratenpartei einzutreten. Dies allein ist schon bemerkenswert. Beachtenswert fand ich allerdings vor allem die Begründung. In einem offenen Brief an die SPD teilt Herr Uebele hier seine Beweggründe mit. Der Brief ist meiner Meinung nach ein absoluter Hammer, denn hier schreibt ein aktives SPD Mitglied, was ihm nicht passt. Zum einen wird die Vorratsdatenspeicherung (Verstoß gegen das Grundgesetzt) sowie die Internetzensur angeprangert. Beides "Werke", an welchen die SPD sehr stark beteiligt war (die CDU natürlich erst recht).
Der Brief ist auf Steffen Uebeles Internetseiten zu lesen.
Bleibt nur noch die Reaktion abzuwarten. Denn Herr Uebele könnte mit seiner Vermutung Recht behalten, dass sein Brief durchaus Folgen für ihn haben könnte.
21.09.2009
Update "Scam bleibt Scam"
In meinem Blog habe ich die letzten eMails heiratswilliger Osteuropäerinnen veröffentlicht. Um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu betonen: Es handelt sich hierbei um eine Betrugsmasche. Hinter diesen eMails stecken nicht irgendwelche hübsche Damen, sondern eine kriminelle Bande. Nichts anderes als Geld soll hierdurch erschlichen werden. Wer meint, auf diese eMails antworten zu müssen, kann dies zwar tun. Er erhält mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Antwortmail. Aber man sollte auf irgendwelche Geldforderungen niemals eingehen und sich auch auf sonst keine weiteren Dinge einlassen!
14.09.2009
Fotos zum DettingerBackhaushock 2009 (Fassanstich und Räuberkarrenrennen) online
14.09.2009
ZDF mediathek "Internetsperren gegen Kinderpornographie"
In dem Bericht des ZDFs kommen u.a. einige Experten zu interessanten Aussagen. Es ist demnach wirklich unverständlich, wie beratungsresistent die Familienministerin ist bzw. wieso andere Politiker der Regierung nicht deutlich auf diese Problematik aufmerksam werden.
Hier der Link zu einem wirklich sehenswerten Bericht des ZDF
Schutz der eigenen Daten sollte keine Glückssache sein
Sicherlich haben Sie schon einmal im Fernsehen eine Reportage gesehen, in welcher Reporter unterschiedliche Datenträger, zum Beispiel bei eBay oder über Kleinanzeigen, kauften. Dies waren Festplatten, USB-Sticks sowie Speicherkarten von Digitalkameras. Zweck dieser Käufe war, herauszufinden, wie der Verkäufer mit seinen Daten umging. Waren die Daten so gelöscht, dass der Käufer sie nicht mehr wiederherstellen konnte? Waren die Daten zwar gelöscht aber ohne großen Aufwand wieder herstellbar? Oder wurden die Daten eventuell sogar überhaupt nicht gelöscht?
Bei einem Großteil dieser Testeinkäufe stellte sich heraus, dass die Daten zwar gelöscht wurden, sie aber mittels geringem Aufwand wieder hergestellt werden konnten. Zum Teil kamen so auch kritische Daten wie Infos über Patienten, Bankkonten oder diverse Verwaltungsinformationen zum Vorschein.
Aber vieles, was man im Fernsehen sieht, tut man schnell als reißerische Reportage ab. Also machte ich selber einen Test (wenn auch nicht ganz so umfangreich).
Nur über eBay kaufte ich 20 als defekt deklarierte Festplatten unterschiedlicher Größe sowie einen gebrauchten Computer mit Monitor (ungefähr 4 Jahre alt).
Die Festplatten: Das Ergebnis ist erschreckend. Zwar waren einige Festplatten tatsächlich defekt, auf den noch zu funktionierenden Datenträgern fanden sich allerdings zum Teil etliche private Fotos, medizinische Unterlagen, Daten einer Immobilien-Verwaltungsgesellschaft sowie Bewerbungen und Lebensläufe. Jede Menge Material, welches auf gar keinen Fall in falsche Hände gelangen sollte. Noch erschreckender war: Alle Daten waren nicht gelöscht. Das heißt, ich benötigte nicht einmal ein Programm, um diese Daten wieder herzustellen. Die Festplatten mußten lediglich an einen Testrechner angeschlossen werden, schon waren alle Dateien verfügbar.
Der Computer: Hier war der Verkäufer etwas vorsichtiger. Der Rechner fährt normal und schnell hoch, Windows XP wird gestartet. Aber: keine privaten Daten vorhanden. Der Verkäufer hat also aller Wahrscheinlichkeit nach vor dem Verkauf Windows XP frisch installiert und alle Partitionen im Zuge der Installation gelöscht. Soweit so gut.
Ich lasse eine Software, mit dessen Hilfe sich gelöschte Daten wieder herstellen lassen, die Festplatte analysieren. Diese und ähnliche Programme sind gerne auf CD-ROMs von diversen PC-Zeitschriften zu finden, einfach zu bedienen und sehr effektiv. In der Regel werden sie dazu verwendet, eigene aus Versehen gelöschte Daten (zum Beispiel auf der Speicherkarte der Digitalkamera), wieder herzustellen.
Das Analysieren der Festplatte dauerte ungefähr eine Stunde und schon hier wurde klar, dass ich fündig wurde. Massenweiße Bilddateien, Worddateien, eMail-Konten und jede Menge mehr erschienen in einem Index.
Ein grober Blick nach der Fertigstellung des Festplattenscans: Fotos einer Abschlußreise (beim Verkäufer handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Jugendlichen), Fotos nackter und halbnackter Models und Playmates, Bewerbungen, ein Lebenslauf und eMails. Genügend Material, um einer Person einen riesigen Schrecken einzujagen oder sogar massiv zu Schaden.
Fazit: Auch wer TV-Reportagen für überzogen oder reißerisch hält - bezogen auf die Untersuchung von Datenträgern sind sie sehr ernst zu nehmen. Aller Ansicht nach machen sich die allerwenigsten Computernutzer keine oder zumindest zu wenig Gedanken darüber, was mit ihren Daten passiert, wie sicher diese geschützt sind - und wie man sie so löscht, dass sie zumindest nur mit enorm hohem Aufwand wieder hergestellt werden können. Das Hauptproblem besteht wohl auch darin, dass der gemeine Computernutzer zu wenig darüber weiß, wie so ein Computer tickt. Was passiert mit meinen Daten, wenn ich sie lösche? Wie funktioniert eine Festplatte (oder ein anderer Datenträger), usw.
Nur jemand, der wirklich Interesse daran hat, wird sich momentan dieses Wissen aneignen. Eventuell spezielle VHS-Kurse und natürlich Computerzeitschriften dürften hier ein erster Schritt sein. Zu wenig erfährt ein Schüler über EDV in der Schule. Und gar nichts wird in den Schulen über Datenschutz vermittelt. Dies sollte sich dringend ändern. Und zwar nicht als Wahlfach, sondern als Pflichtunterricht. Auch sollten dementsprechende Anleitungen in sämtlichen Rechnerverpackungen beiliegen. Über die Gefahr von Datenverlust oder Viren wird bei keinem Computerkauf hingewiesen.
Sollten Sie beim Umgang mit Ihren Datenträgern unsicher sein oder irgendwelche Probleme haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
PS: Alle gefundenen Daten wurden gelöscht. Und zwar so, dass sie nicht mehr wieder hergestellt werden können!
01.09.2009
Youtube-Videos herunterladen
Für alle, die mit dem Free Download Manager Probleme haben, Youtube Videoclips herunter zu laden: hier ein anderes Programm, welches zwar über weitaus weniger Funktionen verfügt als der Free Download Manager, aber bisher zumindest keine Schwierigkeiten hat, Videoclips von Youtube herunter zu laden.