13.07.2009
Heute erhielt ich von einer guten Bekannten eine eMail mit folgendem Inhalt:
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Betreff: "Leitet das mal weiter, könnte wichtig sein"
"Das ist kein Scherz - also paßt auf Euch auf!!!
WICHTIG !!!!!!!
An einer Tankstelle tankte eine Frau ihr Auto, da wurde Sie von einem Mann als Maler bekleidet angesprochen ob er ihr helfen könne. Sie verneinte... Er bot ihr seine Visitenkarte an, falls Sie mal einen Maler bräuchte. Nach einem hin und her, ....um ihn loszuwerden nahm Sie die Visitenkarte an und der dubiose Herr stieg in einem Auto ein das von einem zweiten Mann gelenkt wurde, und Sie fuhren davon. Nachdem Sie losfuhr fühlte Sie sich immer berauschter und hatte mühe zu atmen.Sie öffnete das Fenster und bemerkte gleichzeitig das dieser komische Geruch von Ihrer Hand stammt, mit der Sie die Visitenkarte entgegen nahm !! Die 2 Männer verfolgten Sie. Da es ihr sichtlich immer schlechter ging fuhr Sie auf den nächsten Parkplatz,stoppte, begann wie wild zu hupen und schrie um Hilfe. Die 2 Verfolger flüchteten,ihr ging es aber immer schlechter.
DIE VISITENKARTE WURDE IN EINE FLÜSSIGE DROGE GETRÄNKT, die BURUNDANGA HEISST,sie wird von Kriminellen verwendet um Leute zu Berauben oder zu Vergewaltigen !!! Diese Droge kann über die verschiedensten Arten an jeden übertragen werden und somit diese Person außer Gefecht setzen. Diese Substanz ist viel schädlicher und wirksamer als jegliche ursprüngliche Drogen oder Schlafmittel. Also, nehmt keine Visitenkarten oder ähnliches von Wildfremden an !!!!
Ähnliche Maschen: -Sie werfen eine Visitenkarte in den Briefkasten und warten im Auto bis jemand reintappt und dann schlagen Sie zu.!!!
-Andere Möglichkeit sind die Typen die einem angeblich das Auto abkaufen wollen und einem die VK bei der Scheibe der Fahrerseite befestigen!!!
SEID VORSICHTIG und warnt soviel Leute wie möglich."
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Dies also der Inhalt der eMail. Schon allein die Dramaturgie läßt die Hoax-Experten aufhorchen. Bei einer Hoax handelt es sich um eine absichtliche Falschmeldung, welche per eMail an möglichst viele Leute versendet wird - also im Prinzip nichts anderes wie ein übler Kettenbrief. Da viele eMail-Empfänger den Inhalt der eMail für wahr halten, leiten sie diese sofort an sämtliche weitere eMail-Kontakte weiter...
Wer im Internet nun ein wenig sucht, findet schnell die wahren Fakten. Eine Droge namens Burundanga gibt es tatsächlich. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der unter anderem in Alraunen oder Stechapfeln, aber auch in Trompetenbäumen zu finden ist. Und in der Tat wird in einigen südamerikanischen Ländern dieser Stoff dazu verwendet, um Opfer handlungsunfähig zu machen. Hierzu reicht ein bloßer Hautkontakt aber bei weitem nicht aus. Vielmehr muss diese Droge in größerer Wirkung eingenommen (z.B. durch ein Getränk) oder geraucht werden. Allein durch den Kontakt z.B. mit einer Visitenkarte läßt sich keine Wirkung erzielen. Schon gar nicht, um einen Menschen außer Kraft zu setzen.
Diese eMail ging bereits am Anfang dieses Jahres einige Wochen in Deutschland herum. Um andere Personen nicht unnötig zu beruhigen, eMails dieser Art am besten sofort löschen.
Also keine Angst vor Visitenkarten, welche an der Autotür befestigt sind oder von wildfremden Leuten irgendwo verteilt werden... |