Neuigkeiten

22.04.2010

Crash beim McAfee Update bei Windows XP Rechnern

Beim Update des McAfee Virenscanners ist am gestrigen Mittwoch gehörig etwas schief gelaufen. Durch das Update wurde fälschlicherweiße Windows XP (besser gesagt die Datei svchost.exe) als Schadsoftware erkannt, was zu Ausfällen von Windows XP Rechnern führte. Weitere Infos gibt es hier:

Heise.de

Spiegel Online

 

12.04.2010

kostenlose Auskunft bei Auskunfteien

Nach einer Änderung im Bundesdatenschutzgesetz besteht für deutsche Bevölkerung seit dem 01. April das Recht, einmal jährlich kostenlos von den verschiedenen Auskunfteien (z.B. SCHUFA) eine Selbstauskunft zu bekommen. Diese Auskunfteien bewerten die Daten von Personen nach ihrer Kreditwürdigkeit durch ein Punktesystem (auch Scoring genannt). Die Berechnung bleibt zwar auch in Zukunft ein Geheimnis, die Bürger können aber erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind, woher die Daten kommen und an wen sie weitergegeben werden. Werden hierbei Fehler festgestellt, müssen diese von der Auskunftei schnellstmöglichst korrigiert werden.

In Deutschland gibt es mittlerweile einige Unternehmen, welche sich auf das Sammeln und bewerten von Daten spezialisiert haben. Es ist daher nicht einfach, sämtliche dieser Firmen zu finden und die nötigen Anträge zu stellen.

Unterstützung hierzu gibt es durch den Verein "Piratendienste e.V." (sozusagen ein Ableger der Piratenpartei). Auf deren Internetseiten kann jeder Bürger durch Angabe seiner Daten ein Formular ausfüllen und sich so die Anschreiben für die verschiedenen Auskunfteien kostenlos erstellen lassen. Laut dem Verein werden die Daten hierbei nicht gespeichert.
Die Formulare müssen nur noch ausgedruckt, unterschrieben und zusammen mit einer Kopie des Personalausweies an die dementsprechenden Unternehmen versendent werden.

Wichtig: Nach der Änderung im Bundesdatenschutzgesetz ist eine einmalige Auskunft pro Jahr kostenlos! Mittlerweile gibt es aber schon mehr oder weniger dubiose Anbieter, welche gegen Geld diese Beauskunftung übernehmen. Wer also Informationen über die über ihn gespeicherten Daten bei den Auskunfteien einholen möchte, der macht es am besten selbst.

 

06.04.2010

Wer A sagt...

... muss auch B sagen. Damit ist nicht gemeint, dass Ilse Aigner nach ihrer wochenlangen Kritik an Google sich nun Facebook vorknöpft. Verbraucherschutzministerin Aigner kritisiert vor allem den Datenschutz bei der Mitmach-Community Facebook. Demnach würde viel zu viel über einzelne Personen ersichtlich sein, außerdem würde Facebook die Nutzerdaten an andere Firmen weitergeben.
Kurzum: die meiste Kritik von Frau Aigner an Facebook ist berechtigt. Vor allem der Punkt, in dem es um die Weitergabe von Nutzerdaten geht. Vieles bei Facebook sollte transparenter sein, die Nutzer sollten deutlich mehr Möglichkeiten haben, ihre Daten zu schützen.
Bleibt zu Facebook noch zu sagen: Es ist freiwillig. Niemand wird verpflichtet, dort Mitglied zu werden. Niemand muss dort mitmachen und Daten von sich hineinstellen. Bereits jetzt kann ein Facebook-Nutzer festlegen, wer was sehen darf.
Mit "wer A sagt muss auch B sagen" ist aber gemeint, dass die Kritik von Frau Aigner total einseitig ist. Nur auf Google und Facebook einzuprügeln, dabei aber einer Partei anzugehören, die sich noch viel weniger um die Daten der Bundesbürger kümmert, passt nicht zusammen! Die Vorratsdatenspeicherung wurde vor einigen Wochen durch das Bundesverfassungsgericht zwar abgeschafft, CDU und CSU haben diese verdachtsunabhängige Speicherung aber eingeführt und befürworten sie nach wie vor. Seit dem Urteil gibt es immer wieder Stimmen aus dem konservativen Lager, welche eine Vorratsdatenspeicherung lieber gestern als heute einführen wollen. Frau Aigner schweigt hierzu. Auch zur Speicherung von Arbeitnehmerdaten (Elena), dem Bundestrojaner und anderen mehr als bedenklichen "Datenerhebungen" und Sammlungen von Daten der Bundesbürger gibt es keine Reaktoin von Frau Aigner.

Entweder greift Frau Aigner auch diese Themen auf und kehrt somit erst einmal vor der eigenen Haustüre - oder sie fährt ihre komplette Kritik an Google und Facebook aufgrund Unglaubwürdigkeit an die Wand.

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